Die Familie

Im Jahr 1993, ich war gerade auf der Meisterschule, heiratete mein Bruder Peter seine damalige Freundin Marita. Ich als Bruder wurde natürlich eingeladen und so lernte ich bei der Party die ehemalige Arbeitskollegin von Marita, Barbara, kennen. Irgendwie verstanden wir uns von Anfang an und so entwickelten wir uns zu einem Pärchen. Sie war gerade noch auf der Meisterschule für Maler in Nürnberg, hatte da eine Wohnung und auch nach der Meisterschule eine Stelle als Malermeisterin, und ich war gerade in Ebern auf der Meisterschule. So kam es, dass ich dann immer öfter am Wochenende nach Nürnberg fuhr und nicht nach Donauwörth, da hatte ich sowieso nur noch ein Zimmer, da meine Wohnung von Peter und Marita in Beschlag genommen wurde, da ich sie ja auch nicht brauchte, da ich ja in Ebern war.

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Irgendwann, ich glaube es war Januar 1994, nach der „Weihnachtsfeier“ von Barbaras Firma, machte ich ihr einen Heiratsantrag und sie sagte zu unser beider Überraschung „ja“. Für mich war klar, dass ich nach der Meisterschule wieder nach Donauwörth zurückkehren würde, um dort die Schreinerei zu übernehmen. Barbara wollte das anfangs nicht, hat sich dann aber doch dazu breitschlagen lassen und so zogen wir in meiner, nun unserer Wohnung zusammen. Im September war dann die Hochzeit.

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Im April 1995 vergrößerte sich die Familie durch Pauline. Im Dezember 1996 kam dann auch noch Kilian und im November 2000 noch unser „Nesthäkchen“ Julius.

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Pauline

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Kilian

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Tom, Pauline, Kilian, Barbara

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Tom, Julius

Mittlerweile ganz solide und etabliert, Kind gezeugt, Haus gebaut, Baum gepflanzt, was will man mehr.

Ein tiefer Einschnitt war dann die Insolvenz mit dem Wissen, dass die Existenzgrundlage komplett weg war, die Ernährungsgrundlage der fünfköpfigen Familie fehlte nun komplett, Arbeitslosengeld gab es keines, dafür war ich zu lange selbstständig. Irgendwie hielten wir uns über Wasser und zum Glück konnten wir bis zum Verkauf des Hauses dort auch noch mietfrei wohnen. Was ich Barbara sehr hoch anrechnen muß, ist die Tatsache, dass sie in dieser schweren Zeit stets zu mir gehalten hat. Ich hätte es ihr nicht verübeln können, wenn sie mich in dieser Zeit verlassen hätte. Aber sie hielt die Familie zusammen.

Dann der Umzug nach Weisenhorn, ein Reihenhaus gemietet, die Möbel reingestellt, der Job in Weisenhorn war weg, ich war wieder arbeitslos und auf Stellensuche. Hier entschieden wir uns dann für die Stelle in Stuttgart, und im dezember pünkltich 2 Tage vor Weihnachten zogen wir dann auch in unsere Wohnung im Stuttgarter Osten, ein etwas anderes Weihnachten mit Umzugskisten und nicht aufgestellten Möbeln. Da war es wichtig, dass wir ePlatz zum Schlafen hatten, das Wohnzimmer einigermaßen ansehnlich und die Küche bereit war, um etwas zu Essen herzustellen.

Eine schöne Wohnung, Erdgeschoß mit Garten, ich konnte zu Fuß zur Arbeit gehen, die Kinder hatten es nicht weit zur Schule und in den Kindergarten, wir fingen an, uns mit Stuttgart auseinanderzusetzen.

Hier stießen wir auch auf „Bookcrossing“ und haben dort eine Gemeinschaft gefunden, die irgendwie seltsam ist, aber es schwimmen die meisten auf der gleichen Wellenlänge und man versteht sich.

Irgendwann meinte dann der Vermieter, dass er die Miete um 30 % erhöhen wolle, was wir zum Anlaß nahmen, uns eine neue Wohnung zu suchen. Die Wohnung war sehr schön und auch gut gelegen, aber bei einer solchen Mieterhöhung schlichtweg nicht mehr zu finanzieren. Also zogen wir in den Stuttgarter Westen mit dem Ergebnis, dass 4 Familienmitglieder täglich mit dem Bus durch die ganze Stadt zockelten, da Schule und Arbeitsstelle am anderen Ende der Stadt waren. Und so suchten wir uns wieder eine Wohnung im Osten der Stadt und fanden sie auch im 5. Stock eines Mehrfamilienhauses. Bezahlbar, gut zu erreichen, also wieder ein Umzug. Für die Kinder war es gut, da sie wieder 30 Minuten länger schlafen konnten, außerdem waren die Schulfreunde in der Nähe.

Und dann kam die Kündigung meiner Arbeitsstelle. Wieder eine Probe, die wir allerding bestanden. Erst die zehrende Zeit der Arbeitslosigkeit, in der ich zwei Monate CAD-Kurs hatte, dann die Zeit des Pendelns zwischen Stuttgart und Nürnberg. Dann die Entscheidung, wann wir umziehen. Die Probezeit ist erst im Dezember vorbei, in den Ferien umzuziehen wäre geschickt, da dann die Kinder das neue Schuljahr in der neuen Schule beginnen könnten. Also mal vorsichtig abgeklopft, wie denn die Chancen bestehen, übernommen zu werden, hierzu positive Signale, also die Entscheidung, in den Ferien nach Nürnberg zu ziehen. Wieder eine Wohnung suchen, und das nun mit der Schwierigkeit, dass ich die Besichtigungen in Nürnberg durchziehen mußte, die meisten waren ja unter der Woche abends, Fotos machen, diese dann nach Stuttgart mailen, telefonisch über die Wohnungen sprechen, entscheiden, neue Wohnung suchen usw. Bis wir dann die Wohnung gefunden haben, die Vermieter auch uns wohlgesonnen waren und so eine neue Bleibe gefunden haben.

Also wieder eine Eingewöhnung, neue Umgebung, neue Leute, neue Schulen, neue Verhältnisse. Aber eines muß ich sagen: die Lebensqualität in Nürnberg ist höher als in Stuttgart. Die Lebenshaltungskosten in Nürnberg sind bedeutend geringer, sodass der Verdienstunterschied, den ich zu meiner Arbeit in Stuttgart hatte, nicht auffiel.

Und dann kam der große Schock. Bei Barbara wurde Eierstockkrebs diagnostiziert. OP, Chemotherapie, Reha, Rückfall, neue OP, diese abgebrochen und dann das Schlimmste, was uns als Familie passieren konnte, allerdings für Barbara die Erlösung: Sie konnte den Krebs nicht besiegen und hatte aufgegeben. Seither versuche ich mich als alleinerziehender vollzeitarbeitender Vater mit drei Kindern, zwei davon in der Pubertät und einer mit dem Sprung ins Gymnasium. Es ist nicht leicht, aber wir kämpfen uns durch und machen das Beste daraus. Irgendwie schaffen wir das schon.

Unsere Familie ist jetzt wieder größer geworden. Ich habe mich neu verliebt, in Susanne aus Ludwigshafen, sie bereichert unser Leben durch ihre frische Art und Weise. Mit ihr zusammen werden wir nun das Haus in Neunhof herrichten und den weiteren Lebensweg gehen. Ich bin sehr froh, dass sie mich gefunden hat. Wer weiß, was sonst aus mir geworden wäre.

Anmerkung: Es gibt natürlich aktuelle Bilder der Kinder und auch von Susanne, aber um deren Privatsphäre zu schützen, habe ich das vermieden. Es reicht, wenn ich mich hier veröffentliche, es geht hier ja auch um mein Leben und nicht um das meiner Kinder oder von Susanne.

Das bin ich

Grundsätzlich bin ich ein cholerischer Phlegmatiker, ein gutmütiger Chaot, ein unangepasster Mitläufer, ein eigensinniger Punk ehrenhalber (Grüße an Fratz!).

Ich fahre U-Bahn. (Das aber immer weniger gerne, bei den anstehenden Preiserhöhungen 😦 )

Und Roller.

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Und Fahrrad.

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Aber auch Bus. (Das aber immer weniger gerne, bei den anstehenden Preiserhöhungen 😦 )

Und Auto. Unsere Neuanschaffung im November 2015:

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Und noch mehr Auto: Das Fahrzeug zur Midlive-Crises

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Und Eisenbahn.

Hin und wieder gehe ich auch zu Fuß.

Und beim VfB-Fanclub „Rote Karte„.

Und bei den Grünen, Kreisverband Nürnberg. Update: Ortsverband Lauf/Pegnitz)

Und jetzt auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Neunhof.

Ich war Elternbeirat in der Grundschule St. Leonhard.

Ich unterstütze Amnesty International.

Ich bin bei den Bookcrossern.

Ich engagiere mich beim Bündnis gegen den Frankenschnellweg. (Derzeit extrem weniger)

Ich bin bei Facebook.

Ich renoviere ein Haus.

Ich lese die TAZ (zumindest am Wochenende).

Ich lese die Nürnberger Nachrichten (die aber immer).(Update – jetzt die Pegnitz-Zeitung)

Ich bin im Forum von Smartstore. (Derzeit extrem weniger)

Ich bin bei den Parkschützern. (zumindest verfolge ich das Geschehen in Stuttgart weiter)

Ich bin alleinerziehender Vater.

Ich bin ich.

Ich schaue Lindenstraße.

Ich schaue Tatort.

Ich höre Musik von Anyones Daughter bis Frank Zappa.

Ich gehe gerne auf Konzerte, gebe aber keine mehr.

Ich gehe gerne mal ein Bier trinken oder auch zwei, z. B. ins Gregor Samsa, bei schönem Wetter auf den „Balkon“ oder auch ab und zu in Gostenhof. Einmal im Monat ist „Meetup“ mit den Nürnberger Bookcrossern im Blauen Haus, da bin ich dann auch gerne dabei. Hin und wieder auch mal in der Lilie. Oder auch anderswo. Z. B. beim Wiethaler.

Ach ja, ich schau mir auch ab und zu mal ein Fußballspiel an, z. B. vom FCN oder vom VfB.

 

Hier die veralteten Meldungen:

Und Auto. Unsere Neuanschaffung: Ein Multipla Blupower (Update 11/2015: Der TÜV hat uns geschieden. Die Gastankanlage hätte erneuert werden müssen, dafür wären Kosten in Höhe von 5-6000 € angefallen. Was nicht wirklich wirtschaftlich wäre)

multipla3

Ich fahre ein Wohnmobil Baujahr 1984.(Update 09/2013: Das Wohnmobil hat nun einen neuen Besitzer gefunden und fährt munter innerhalb der Familie weiter)

transitwomo

Und Auto. Auch hier gibts ein Update: Opel ist Geschichte, da er mittlerweile mehr Kühlwasser als Sprit benötigt.

astra

Und bin beim Deutschen Camping Club. (Update – nur bis Ende 2013)

Und beim Oldtimer Camping Club Deutschland. (Update – nur bis Ende 2013)

Und bei der Holzwerkstatt Gostenhof. (Update – nur bis Ende 2013)

Ich bin Mitglied und auch stellvertretender Vorstand im Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau. (Update – nur bis Oktober 2014)

Ich twittere.

Musik, die ich machte

Hier gibts was auf die Ohren, aber gewaltig.

Zuerst, so zur Abschreckung, die selbstgemachte Musik als mp3 (Ich bitte die Qualität der Aufnahmen zu entschuldigen, aber die Tapes sind schon ganz schön alt, die Qualität der Darbietungen läßt sich vermutlich nicht entschuldigen):

HH Acoustics & Friends

Live am Harburger Bockfestival 1985

hh2I bin so groovy

hh2 Oh Kindelein

hh2 Tanz ohne Derwische

hh2 Sofie mein Henkersmädel

hh2 Perverse Romanze am Strand vom Tegernsee

hh2 Armstrong

hh2 Katzen würden Whisky saufen

hh2 Vögeln, fressen, kiffen, saufen

hh2 Wenn bei Capri …

hh2 Schlaf Kindlein schlaf

hh2 Gelbes Tauchseeboot

 

Canadian Woodburning Outsteppers

Live in Schweinspoint Open Air

logo_rot Intro

logo_rot Früher

logo_rot Schnorrer

logo_rot Shakespeare

logo_rot Meine Freunde sagen

logo_rot Oder etwa nicht

logo_rot Anpassungs-Blues

logo_rot Reggeae

logo_rot Supermarkt

logo_rot Monotonie

logo_rot Verboten

logo_rot Born to be wild

logo_rot Sind so kleine Biere

logo_rot Absage

 

Sunshine Projekt

Wir hatten mehrere sehr dubiose Auftritte, unter anderem hier:

KJR-Veranstaltung, Deiningen

img058 Übersiedler-Baby

img058 Ein kleiner Traum

img058 Lieb mich wie ein Schmetterling

Café Leopold, Augsburg, im Rahmen eines Bandwettbewerbs

img058 Sonnenschein und Apfelbaum

img058 Es war Cognac

Im Rahmen eines Kinderzeltlagers des KJR Donau-Ries haben wir unseren Erfolgstitel „Es war Cognac“ etwas modifiziert:

img058 Es war Kaltgetränk

Die Herzwilden Deckbuben

Fasching live im Juze Donauwörth

hwd Jingle

hwd Büttenrede

hwd Ein wirklich guter Freund

hwd Es war ein schöner Tag

hwd Du siehst wunderbar heut aus

hwd Jingle

hwd Disco-Peter

hwd Lets talk about Sex

hwd Wart auf mich

hwd Absage

Musik, die ich höre

Und nun, zum Ausgleich für die vorhergehende Seite, die Musik, die ich hörte und höre, als Aufzählung und, soweit vorhanden und bekannt, als Link zur Homepage der Band oder einer anderen Seite über die Band. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

AC DC

Adams, Bryan

Aerosmith

Alan Parsons Project, The

Alex Harvey Band, The Sensational

Alex Oriental Experience

America

Anderson, Laurie

Anyone’s Daughter

Ape, Beck und Brinkmann

Apokalyptischen Reiter, Die

Art of Noice

Ärzte, Die

Atomic Rooster

Bad Company

Baker’s, Ginger Air Force

BAP

Batt, Mike

Beatles, The

Beggar’s Opera

Bell, Book & Candle

Bernie’s Autobahn Band

Bhakti Jazz

Biermösl Blosn

Birth Control

Blues Band, The

Boomtown Rats, The

Bragg, Billy

Brubeck, Dave

Cheap Trick

City

Clapton, Eric

Clash, The

Clayton, Lee

Cocker, Joe

Collins, Phil

Costello, Elvis

Country Joe McDonald

Coyne, Kevin

Creedence Clearwater Revival

Culcha Candela

Cure, The

Danzer, Georg

Davis, Miles

Deep Purple

Degenhardt, Franz-Josef

Deter, Ina

Dexys Midnight Runners

Dire Straits

Dissidenten

Doors, The

Dylan, Bob

Eagles

Element of Crime

Eurythmics

Fantastischen Vier, Die

Fischer-Z

Fleetwood Mac

Flying Pickets

Fool’s Garden

Foreigner

Fox, Peter

Fugazi

Gabriel, Peter

Garfunkel, Art

Geffen Company, The David

Genesis

Golden Earring

Grachmusikoff

Greadfull Dead

Grönemeyer, Herbert

Gruppo Sportivo

Guns N‘ Roses

Guru Guru

Haindling

Hancock, Herbie

Helloween

Hendrix, Jimi

Herman’s Hermits

Höchste Eisenbahn, Die

Holstein, Stephan

Hooker, John Lee

Hooters

Hothouse Flowers

Ideal

Idol, Billy

Incredible Herrengedeck, The

Jesus Messerschmitt

Jethro Tull

Joel, Billy

Joplin, Janis

Kantik

Karat

Kay Bluesband, Marina

Kay, Marina & Arny

King, B. B.

Kinks, The

Kleine Tierschau, Die

Kolbe – Illenberger – Dauner

Kraftwerk

Kriwanek, Wolle

Kunze, Heinz Rudolf

LaBrassBanda

Led Zeppelin

Lemonpipers, The

Lemonhaeds

Lena

Leningrad Cowboys

Lennon, John

Letzte Instanz

Level 42

Lewis and the News, Huey

Lewis, Jerry Lee

Lindley, David

Lost Lyrics, The

Lynyrd Skynyrd

M. Walking on the Water

Madness

Mamas and the Papas, The

Marley, Bob

McCartney, Paul

Mercury, Freddie

Mey, Reinhard

Midnight Oil

Miller, Glenn

Motörhead

Mr. Big

Nena

New Model Army

Niedecken, Wolfgang

Nirvana

Niveau, Das

Notting Hillbillies, The

Oldfield, Mike

Pavov’s Dog

Pet Shop Boys

Peterson Trio, Oscar

Petrie, Dougie & Rasche, Barney

Pigor singt und Eichhorn muß begleiten

Pink Floyd

Pixies

Plan B

Police, The

Pop, Iggy

Pretenders, The

Prinzen, Die

Queen

Rainbirds

Rattles, The

Red Hot Chilli Peppers

Reed, Lou

Reeder, Dan

Reinhardt, Django

Reiser, Rio

Ringsgwandl

Rolling Stones, The

Roten Rosen, Die

Roth, David Lee

RUN DMC

Russkaja

Santana

Schandmaul

Schneider, Helge

Schwoißfuaß

Scorpions

Sido

Simon and Garfunkel

Simply Red

Spliff

Sportfreunde Stiller

Sting

Stranglers, The

Supertramp

Talking Heads

Tangerding, Götz

Theatre Upstairs Production, The

Theodorakis, Mikes

Throw That Beat In The Garbagecan!

Tierschau, Die kleine

Ton Steine Scherben

Toten Hosen, Die

Toto

Trashing Groove

Traveling Wilburys

Tri Yann

Trio

U2

UB40

Urlaub, Farin

Van Hallen

Van Morrison

Velvet Underground

Violent Femmes

Waits, Tom

Walter Elf, Die

Wasteband

Wecker, Konstantin

Westernhagen, Marius Müller-

Whitesnake

Who, The

Wishful Thinking

WIZO

Young, Neil

Zappa, Dweezil

Zappa, Frank

Zeltingerband

ZZ Top

1970er Jahre

In den 1970er Jahren wurden Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Hausfassade hinter ab der Eingangstüre mußte ersetzt werden, da sich dort der Kuhstall befand und durch die Ammoniakdämpfe das Mauerwerk marode war. Die Hopfengauben wurden entfernt. der ehemalige Schweinestall auf der rechten Seite wurde erneuert und aufgestockt, im Erdgeschoß führte die Tochter von Paul Engelhardt Anita einen Friseursalon. Der Salon wurd noch heuteallerdings unter anderer Leitung betrieben.

Belassen wurde der vordere Teil des Gebäudes, im Obergeschoss sind noch zwei alte Türen eingebaut.

"Neujahrsblätter: Neunhof" von der Gesellschaft für fränkische Geschichte

Meine Neuerwerbung um Thema „Neunhof“ ist ein Buch der Gesellschaft für Fränkische Geschichte mit dem Titel „Neunhof. Kulturgeschichtliche Blätter aus dem dortigen Gutsarchive“ von Dr. phil. Ludwig Freiherr von Welser, k. b. Regierungspräsident a. D. aus dem Jahr 1928.

neujahrsblaetter

Hier wird in Kapitel 4 das Thema Gewerbebetrieb erörtert. Hier wird unter anderem über die Badgerechtigkeit in Neunhof berichtet:

Martin Geuder vermerkt in seiner Güterbeschreibungvon 1498:

„Item die Gemein in Neunhof hat die Badstube dem Hansen Koler um 60 Pfennig jährlich vererbt, der Gemein jährlich zu geben, und mir Martin Geuder und mein Erben eine obig jährlich Fastnachtshenne, Von meiner hab [ich]7 fl. um das Erbrecht geben.“
„Item die Gemein hat mir die Zins geben, hab die neue Badstuben gebaut, ist auch mein allein.“

Darnch war also die Badstube bis dahin, d. h. bis zur Wende des 15./16. Jahrhunderts eine gemeindliche Einrichtung, die wir uns wohl noch als Reinigungsanstalt zu denken haben werden. Wenn aber Hans Fuchs mit Genehmigung Anton Geuders am 17. Juli 1569 auf sein Waldrecht für die Badstube verzichtet, das gegen einen Acker auf Hans Reinert und Hans Bub`s Hof genommen war, so wird sich daraus schließen lassen, dass er des Holzes nicht mehr bedurfte, mithin die Badstube als solche nicht mehr betrieben hat, und auch der Umstand, dass der Verzicht nicht bloß auf Brenn- und Bauholz, sondern auch auf den Genuß von Wunn und Weide und Waldprodukte, wie die Eicheln, sich erstreckte, kann nur den Rückschluß erwecken, dass ein Geschäftsbetrieb des Besitzers, wenn ein solcher noch bestanden haben sollte, nicht mehr blühend und lohnend gewesen sein kann. Das Anwesen wechselte dann auch öfters den Eigentümer, noch im Vertrage vom 16. Juni 1627 zeigt der Wirt Erhard Brand von Neunhof an, dass er seine „habende Badstube“ an Hans Keßler und Michael Hofmann verkauft habe.

Das Badhaus, das seinem Verfalle entgegenging, wurde 1686 von der Welserschen Herrschaft angekauft und 1689 an einen Hans Jakob Roth vermietet, einem Bader, dem vom Ehehaftgerichte für Verabreichung eines Bads eine Gebühr von 2 Kreuzern, eines solchen mit Schrepfen eine Gebühr von 3 Kr. bewilligt wurde. Eine im Jahre 1760 von dem Pfarrer Lochner in Beerbach im herrschaftlichen Auftrage gefertigte Verzeichnung der seit 1651 bei den Neunhofer Badern vorgefallenen Casualhandlungen, die vermutlich die Bader als Angehörige des niederärztlichen Personals im Auge hat, gibt uns ihre Namen. Paul Karl Welser stellt 1759 über die Badgerechtigkeit folgendes fest:

„Die Badgerechtigkeit steht uns Welser privative zu, ohne dass die Koler’schen etwas dazu zu sprechen haben. Es hat eine berechtigte Badstube, so heutugen Tags, und zwar 1717, zu einem Hafnershaus ist gemacht worden. Ist frei eigen. Den Bader haben die Welser pur allein anzunehmen und abzuschaffen, auch nicht zuzugeben Ursach, dass ein fremder Wundarzt oder Bader in den drei Ortschaften Neunhof, Beerbach und Tauchersreuth Curen verrichtet, es wäre dann mit Consens der Welser’schen Herrschaft.“

Zum Vollzuge dieser herrschaftlichen Rechte mag Paul Karl wohl auch das Exemplar der Nürnberger Bader-Ordnung von 1697 herangezogen haben, das wir bei den Akten haben. Darnach sollen „die Landbader insgemein bei ihren Pflichten schuldig sein, keinen schadhaften Menschen, der etwan der Infektion halben verdächtig oder mit den Franzosen und anderen bösen Krankheiten behaftet ist, in ihren Baden zu dulden, sondern gleich anzuweisen, desgleichen die Laßeifen und Laßtöpf rein und sauber zu halten, auf dass Niemand damit beschädigt werde“, welches Gebot mit Strafandrohung an Leib oder Gut geschützt war,

Ferner sollte in des Rats Gebiet „kein Bader genommen werden, er habe sich denn zuvor hereingestellt und durch die hiesigen geschworenen Meister examinieren lassen, diese sollten indess in solchem Falle „eine gute Moderation gebrauchen, die Saiten nicht zu hoch spannen und ihn alleine auf gemeine Schäden und was die Präperation ihrer gemeinen Unguenten betrifft, examinieren und unterrichten, damit gegen denen in der Stadt und den Badern auf dem Land ein guter Unterschied gehalten und nicht Ursach gegeben werde, dassder Eigenherrschaft zu Scahden die Badstuben gar öd bleiben und die armen Untertanen dadurch auch gehindert und beschwert werden.“

Der zu prüfende Landbader sollte dafür 3 Gulden in die Lade und den bei der Prüfung anwesenden geschworenen Meistern zusammen 9 fl. erlegen, die gewöhnliche Mahlzeit anzustellen, sollte in seinem Belieben stehen. Jährlich einmal sollten die Landhaber in Nürnberg erscheinen, um der Stadtmeister Handwerksgewohnheit beizuwohnen und dabei einen Gulden in die Lade legen.

Aus dem Jahre 1769 kennen wir auch einen Fall, in dem die Stelle eines Baders als öffentliche Bedienstung behandelt wurde. Als der Bader Gg. Fr. Engelhard, der seit 1746 in Neunhof gewirkt hatte, vom Landpflegamt seinem Vater, dem Kastenamtsreiter in Hersbruck, beigegeben worden war und daher „um Erlassung seiner Baderspflicht bei gnädiger Herrschaft gehorsamst angesucht“ hatte, wurde von dieser, „als welche vermöge der hinter Sie gehörigen uralten Neunhöfer Badstuben den zeitigen Bader anzunehmen hat“, Chr. Gottl. Holst zu einem Neunhofer Bader an und aufgenommen hat, auch sogleich mit des Baders Pflichten gefertigt und ihm dabei die Besorgung seiner Profession bestens anbefohlen.