Tschechien September 2016

Mal wieder haben wir uns ein Super-Schnäppchen gegönnt. Bei Groupon gab es ein Angebot: 2 Übernachtungen im Schloßhotel bei Cheb (Eger) für 2 Personen All Inclusive mit Begrüßungsgetränk und Wellness-Aufenthalt für 169,00 € statt über 400,00 €. Da schlugen wir natürlich zu und haben per Mail auch einen für uns passenden Termin reserviert, was über die Zentrale in Prag auch so bestätigt wurde.

screenshot-2016-09-17-11-18-10

Am 13. September machten wir uns dann bei bestem Spätsommerwetter mit unserem Cabrio auf den Weg, laut Routenplaner eine gemächliche Fahrt von knapp zwei Stunden. Am Ziel angekommen, schwante mit schon Fürchterliches. Der Parkplatz komplett leer, die Zufahrt durch Tore verschlossen. Ein Zettel am Haupteingangstor verwies auf eine Telefonnummer, die man anrufen solle, falls man vor dem verschlossenen Tor stehen würde (zumindest interpretierte ich den tschechischen Text so), und so rief ich an.

Eine nette Stimme meldete sich und war durchaus überrascht, dass ich nun vor dem verschlossenen Tor stehen würde, wo doch eigentlich alle, die für diese Tage gebucht hätten, benachrichtigt worden wären, per Mail oder Telefon, dass das Hotel erst morgen (also am Mittwoch) öffnen würde wegen eines Wasserschadens. Es würde alles repariert werden und ab morgen eben würde alles wieder funktionieren, aber heute wäre geschlossen. Wir sollen doch morgen wiederkommen. Auf meine Entgegnung, dass wir vor dem verschlossenen Tor stehen würden und wir nicht benachrichtigt worden wären und wir extra Urlaub genommen hätten, brach die Verbindung ab. Bevor ich jedoch neu wählen konnte, kam mir schon eine Mitarbeiterin des Hotels entgegen, die mit dem Handy telefonierte.

Nach einigem Hin und Her und noch mehr Telefonaten mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentrale wurden wir dann ins Hotel gebeten, wir wurden mit Kaffee und Wasser versorgt und die Rezeptionistin verschwand wieder. Nach einiger Zeit erschien sie wieder und schlug uns vor, dass wir für die heutige Nacht ein Hotel in Karlsbad, Franzensbad oder Cheb nehmen könnten und wir dann morgen, wenn das Hotel wieder bezugsfähig wäre, wiederkommen könnten. Wir einigten uns auf Karlsbad und so machte sie sich wieder auf den Weg, um ein Zimmer dort für uns ausfindig zu machen. Was ihr auch gelang. Sie zeigte uns die Homepage des Hotels im Internet, wir stimmten zu, was sie dem dortigen Hotel dann auch mitteilte. Anschließend mußte sie dann noch auf einen Rückruf warten, diese Zeit nutzte sie, um uns „ihr“ Hotel zu zeigen mit den unterschiedlichen Zimmerkategorien, Wellnessbereich, Schloßschänke und Frühstücksraum.

Der Rückruf kam, sie gab uns das Geld für das Zimmer mit und wir brachen auf in das ca. 30 Minuten entfernte Karlsbad, das wir auf unserem Kurztrip auch besuchen wollten.

Ankunft im Hotel in Karlsbad, Bezug des Zimmers. Hotel Ontario, direkt über den Kolonaden. Ein Drei-Sterne-Hotel-Garni-Haus mit sehr freundlichem Personal und schönen, großen Zimmern.

2016-09-13-15-56-20

Hotel Ontario, Karlsbad

2016-09-13-15-56-40

Hotel Ontario, Karlsbad

2016-09-13-15-40-13

Blick vom Balkon unseres Zimmers

img_0628

Hotel Ontario, Karlsbad

Und so machten wir an diesem Nachmittag und Abend Karlsbad unsicher, soweit es ging, denn ab 21 Uhr werden hier die Gehsteige hochgeklappt 🙂

Nach Frühstück und Auschecken durfen wir unser Auto auf den wenigen zum Hotel gehörenden Parkplätzen stehen lassen, um uns noch weiter in Karlsbad umsehen zu können.

Und dann wieder zurück ins Schloßhotel, unserem eigentlichen Ziel dieses Kurztrips. Dort angekommen, war zumindest das Einfahrtstor geöffnet und es standen einige Autos am Hotelparkplatz. Nach der Begrüßung mit einem Glas Prosecco und dem Einchecken wurden wir in die Regeln eingeführt. All Inclusive bedeutet: Abendessen als Buffet von 19.00 bis 22.00 Uhr in der Schloßschänke, hier sind alkoholische Getränke (Bier, Wein) inclusive. Den ganzen Tag gibt es nichtalkoholische Getränke. Frühstück von 8.00 bis 13.00 Uhr, B 11 Uhr als Brunch. Eine Stunde Wellness inclusive. Ich entschied mich, auf Wellness zu verzichten, Susanne buchte noch eine Stunde für den gleichen Tag von 18.00 bis 19.00 Uhr. So bezogen wir das Zimmer.

img_0760

Schloßhotel

img_0763

Badezimmer, Schloßhotel

img_0764

Schloßhotel

Das Bett sehr wuchtig und auf Schein getrimmt, das Bad mit Badewanne, allerdings ließ sich die Tür nicht weit öffnen, da sie zum Einen an einen Schränkchen neben dem Waschbecken aufschlug, wenn man den Widerstand des Bodens überwunden hatte. Hinter dem Vorhang im Vorraum fand man eine Kleiderstande mit bunt durchgewürfelten Kleiderbügeln und einem beigen Spanplattenregal.

Wellness: Ein enttäuschendes Angebot, da von den vier Saunen eine defekt war, was allerdings nur auf Tschechisch an der Tür stand. Die Sprudelbecken waren so eingestellt, dass nur einige Massagedüsen, die allerdings nicht sehr sinnvoll angebracht waren, funktionierten, andere, die am Vortag bei der Führung gingen, waren entweder ausgeschaltet oder defekt. Ein Kneipp-Becken, bei dem der Handlauf zum Festhalten für die Größe eines Zehnjährigen Kindes konzipiert war, aber nicht für die Größe eines durchschnittlichen Mitteleuropäers. Ein Ruheraum, den niemand aufsuchte, da man sich hier Erfrierungseerscheinungen holen konnte und ein Wassereimer als Schwalldusche, der defekt war und so das Wasser ständig lief. Zudem waren wohl einige, die die Zeit von 17.00 bis 18.00 gebucht hatten, noch etwas länger anwesend, was die gesamte Enge des Bereichs noch enger machte. Da die Dusche im Umkleidebereich auch sehr eng war, entschied sich Susanne, auf dem Zimmer zu duschen, was allerdings das nächste Problem nach sich zog. Denn die Badewanne, die so wunderbar im Bad stand, war völlig ungeeignet, um sich da zu duschen. Erstens mußte man Angst haben, dass man hier ausrutschte, zweitens war der Schlauch der Handbrause so kurz, dass man nicht im Stehen duschen konnte.

Abendessen: Wir gingen frohen Mutes gegen 19:45 Uhr in die Schloßschänke, um hier unser Abendessen einzunehmen. Vielleicht haben wir uns das Schloßhotel und die Gäste generell etwas falsch vorgestellt, aber wir dachten, man solle sich kleidungstechnisch dem Ambiente etwas anpassen, allerdings waren wir wohl die Einzigen, die das dachten. So war von Jogginghose und Schlabber-Tshirt bis einigermaßen eleganter Kleidung (durch uns) alles vertreten. Unser zweiter Fehler: wir waren nichtschon um 19.00 Uhr in der Schänke, und so war das Fleisch, das in Buffetform hier angeboten wurde, trocken. Drei Sorten Fleisch im Angebot, dazu Kartoffeln, aufgewärmtes Tiefkühlgemüse, keine Sauce, sondern nur Remoulade. Nicht sehr liebevoll zerkleinertes Gemüse (Salatgurke, Tomaten und Paprika), was vermutlich Salat darstellen sollte. Da der Flur sehr dunkel war, wo das Buffet aufgebaut war, war auch nicht erkennbar, dass die Aprikosenknödel, die neben Roter Grütze präsentiert waren, Aprikosenknödel waren. Es konnten auch normale Knödel sein, hier wurde ich von einem englischsprechenden Mit-Gast darauf hingewiesen, dass diese „sweet“ wären und nicht zu meinem Fleisch passen würden.

Der Wein, der angeboten wurde, kam aus dem Tetra-Pack, das Bier war von einem in Tschechien ansässigen Billigbierhersteller. Es gab wohl auch Urquell, das allerdings hätte man bezahlen müssen.

Die uns über den Weg gelaufene Schloßkatze machte übrigens auch nicht den Eindruck, als würde ihr das dort angebotene Essen schmecken 🙂

Die Betten waren unbequem. Die für einen guten Schlaf nötige Bettschwere bezogen wir aus Getränken, die wir in weiser Voraussicht zuvor in einem Supermarkt erworben hatten.

Am nächsten Morgen ging es wieder ans Kofferpacken, da wir lt. Aushang an der Rezeption bis 10.00 Uhr auschecken mußten. Duschen liesen wir ausfallen (aus den oben angeführten Gründen), allerdings kamen wir doch noch zu einer Fußwaschung, das wohl der Abfluß des Waschbeckens undicht war und so der gesamte Badboden unter Wasser stand.

Das Frühstück, das wir gegen 9.30 Uhr einnahmen, war lieblos angerichtet, auch hier wäre es wohl notwendig gewesen, früher zu kommen, da diverse Bäckereiprodukte nur noch in Fragmenten zu haben waren. Die für das Frühstück zuständige Mitarbeiterin des Hotels verbreitete durch Auf-, Ab- und Umräumen eine solche Unruhe und Hektik, dass man auch nicht Entspannen konnte. Nach uns kam ein Paar, das nachfragte, ob es auch Kakao zu trinken gäbe, was auf Nachfrage der Mitarbeiterin in der Küche (telefonisch, da diese ein Stockwerk tiefer lag) auch bejaht werden konnte. So kam sie einige Zeit später mit einem Krug vermutlich warmer Milch und stellte diesen mit der aufgerissenen Pappschachtel Kakao dem Gast auf den Tisch, der sich daraus nun sein Frühstücksgetränk selbst herstellen konnte.

2016-09-15-10-15-34

Frühstücksraum Schloßhotel

2016-09-15-10-23-52

Hotelflur Schloßhotel

2016-09-15-10-44-22

Außenansicht Schloßhotel

img_0768

Noch nicht renovierte Gruftkapette im Schloßgarten

Fazit: Wir werden dieses Hotel nicht noch einmal aufsuchen. Hier läuft alles schief, was nur schief laufen kann. Es ist wohl aufwändig saniert worden, allerdings wohl auch ohne nötigen Sachverstand, da der Wasserschaden wohl von einer defekten Wasserleitung herrührte und dadurch die Wasserversorgung aller Zimmer abgesperrt werden mußte. Das Mobiliar auf Schein getrimmt, der Wellness-Bereich schlecht konzipiert und die gesamten Abläufe nicht durchdacht und zudem schlecht ausgeführt. Angeblich wären alle Gäste, die zu unserem Termin gebucht hatten, verständigt worden, allerdings haben wir dann auch noch erfahren, dass nicht nur wir nicht verständigt wurden, sondern noch mindestens ein anderes Paar, das dann in Franzensbad untergebracht wurde.

Woher der Originalpreis für zwei Nächte mit über 400,00 € kommt, kann ich nicht nachvollziehen. Eigentlich war der Preis von 169,00 € für das Schloßhotel schon fast überteuert.

Übrigens habe ich auch schon eine Bewertung auf Facebook geschrieben:

screenshot-2016-09-17-11-37-03

Bitte zu beachten, wem diese Bewertung gefallen hat. Also ich hätte als Hotal hier kein „Gefällt mir“ abgegeben 🙂

Veste Rothenberg

Ein interessanter Sonntagsausflug zur Veste Rothenberg (bei Schnaittach). Über den gut ausgebauten Fußweg Richtung „Gipfel“ der Anhöhe zeigt sich ein wehrhaftes Bauwerk, das nur mit Führer besucht werden kann. Was sich allerdings lohnt. Hier kann man ein Bauwerk, das zu seiner Zeit in einer extrem kurzen Zeit gebaut wurde, mit einem Umfang der Außenmauern von 1000 m, das den bayerischen Herrschern als Drohfestung gegen die Franken und Nürnberg diente. Ich kann nur dazu raten, die Veste zu besuchen. Wir hatten zudem noch das Glück, dass wir bei unserem Besuch sehr gute Fernsicht hatten …

img_20160821_172918

img_20160821_172948

img_20160821_175145

Link zur Veste

2016 – Tschechien – Prag

Da wir schon lange einmal nach Prag reisen wollten, kam uns ein Groupon-Angebot sehr entgegen:

Zeitgenössische Eleganz und exzellentes Ambiente am Wenzelsplatz – 5-Sterne-Boutique Hotel Jalta in Prag

Homepage des Hotels

Geschichtliche Infos zum Hotel

Die An- und Abreise haben wir mit dem IC-Bus geplant, von Nürnberg nach Prag zu Zweit hin und zurück für 71,80 €.

Die Fahrt:

Die ca. dreieinhalbstündige Fahrt war angenehm bis auf die Tatsache, dass eine unterfränkische Landfrauentruppe in bester Ausflugsmanier, wohl nicht mit Bier und Schnaps, aber mit Prosecco und Eierlikör, die persönliche Stimmung hochbringen wollte, allerdings auf Kosten der Mitfahrer.

Ankunft in Prag, ca. 10 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt.

Erster Eindruck vom Hotel: Sehr freundliches Personal, sauber, zum Empfang ein Glas Prosecco

img_0261-kopie

Unser Hotelzimmer

Das Hotel wurde wohl um das Jahr 2000 grundlegen saniert, zumindest gehe ich anhand der damals neu eingesetzten Fenster davon aus. Die Schaltung der Beleuchtung ist gewöhnungsbedürftig, aber funktioniert irgendwie. Ich würde sagen, es ist seinen Preis wert.

Nachmittags wollten wir etwas von der Stadt sehen, deshalb entschieden wir uns, eine Stadtrundfahrt zu buchen. Hier war auch eine ca. einstündige Fahrt auf der Moldau mit dabei. Fazit hier: Bus wäre überholungsbedürftig, Fahrer können fahren, die Informationen vom Band sind hörenswert. Preis – Leistung: in Ordnung.

0271

Blick vom Schiff

img_0270

Hausboot auf der Moldau

img_0275

Karlsbrücke

img_0279

Nicht weiter als bis hier!

Vom Besuch des Mucha-Museums würde ich persönlich abraten, hier ist der Shop größer als der „Museums“-Bereich.

Essen gehen am besten etwas abseits von den Hauptverkehrsstraßen, hier sind die Preise in Ordnung.

Ich persönlich zog es am Samstag vor, das Bett zu hüten, da mich eine Erkältung schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte. Der Samstag begann und endete bei mir mit der Nahrungsaufnahme, hierzu führen wir ein paar Stationen mit der straßenbahn und besuchten das Restaurant Sklep (gegenüber dem Stadion des FK Victoria). Essen und Getränke in Ordnung, Preis sehr gut.

Am Sonntag ging es mir ein wenig besser, also zogen wir nach Frühstück und Auschecken los. Erst Ai Weiweis Tierkreis.

img_0296

Ai Weiwei-Ausstellung

img_0316

Exponate

Gegenüber steht übrigens ein „Haus mit Potential“, dies ist für uns die Bezeichnung für Häuser, die einen sehr großen Aufwand für die Renovierung bedürfen. Dies ist Makler-Jargon und ist uns auf der Suche nach unserem Eigenheim öfter untergekommen. In Prag finden sich noch viele „Häuser mit Potential“, es wurde im Laufe der Jahre wohl auch viel renoviert, allerdings gibt es noch einen großen Investitionsstau.

img_0314

Haus mit Potential

Anschließend ging es Tourimäßig zur Burg, um dort mit den Massen an ausländischen Besuchern, aber auch tschechischen Tagesgästen gemeinsam die lt. Führer größte Burganlage der Welt zu besichtigen. Ich kann nicht verstehen, warum diese Menschen früher ihr Eigenheim an einer so zugigen Stelle bauen mußten, allerdings ist die Aussicht ganz gut.

img_0319

Kathedrale

img_0325

Kathedrale

img_0327

Menschenmassen (Ausschnitt)

Und so endete dieser Kurztrip nach Prag mit der Rückreise im IC-Bus nach Nürnberg, die Rückfahrt verlief aufgrund des Sonntagsfahrverbotes für LKW schneller als im Fahrplan vorgesehen.

Fazit: Eine Reise, die ihr Geld wert war, außerdem werden wir Prag wieder einmal einen Besuch abstatten.

 

 

2015 – Holland – Zeeland

Als Geburtstags-Flucht-Urlaub haben wir uns eine Woche Zeeland – Oostkapelle (in der Nähe von Middelburg) gegönnt. Es war eine sehr entspannte Woche, ohne Kinder, ohne Zwang, einfach so in den Tag hineinleben …

Hier einige Impressionen:

2014 – Holland – Zeeland

Im Mai sind wir über Groupon auf eine Aktion aufmerksam geworden:
oostappen1

Das war eigentlich das Richtige, um einen Familienurlaub zu Fünft nach Abschluß der Schule der Großen und zum Ausspannen nach einigen Anstrengungen beim Renovieren zu machen. Also schlugen wir zu und haben einen Gutschein gekauft. Die Konditionen waren ok:

oostappen2

Nach einigem Hin und Her per Mail unter Einschaltung von Groupon haben wir dann auch unseren Wunschtermin 25.08. – 29.08.2014 gebucht bekommen und weitere 78 € für Buchungsgebühren, Bettwäsche und vermutlich Kurtaxe oder so beglichen (dies war leider nicht klar erkenntlich, da Teile der Rechnung auf Niederländisch waren.

Einige Tage vor der geplanten Anreise erhielten wir noch eine Karte mit Barcode für die Schranke. Sobald wir diese überschritten hätten, so stand in der erklärenden Email, könnten wir uns noch unsere Karten ausdrucken.

Am 25.08.2014 machten wir uns dann frühmorgens auf den Weg, um auf demselben noch ein Outlet-Center zu besuchen (auf speziellen Wunsch einer Einzelnen), um dann rechtzeitig ab 15 Uhr anzureisen. Aufgrund unseres speziellen Reisemittels, unseres Fiat Multipla Bluepower (reines Erdgas-Fahrzeug), waren wir allerdings an spezielle Tankstellen gebunden, da leider diese Kraftstoffart nicht sehr weit verbreitet ist. Also haben wir unterwegs nochmals getankt, das Outlet-Center mit dem Kauf-Erfolg von zwei Paar Sportschuhen wieder verlassen und uns in weitere Anfahrt gewagt, die uns über Belgien wieder in die Niederlande führte. Nach einigen Problemen mit dem Internet (Routenplaner) und Apps für Erdgastankstellen auch im europäischen Ausland sind wir dann doch noch in unserem Ferienpark angekommen, um dort nach kurzem Anstehen an der Rezeption unser Komforthome zu beziehen.

Am nächsten Tag, ein durchaus regnerischer, beschlossen wir, nachdem sich das Internetproblem zum Glück gelöst hatte, nach Middelburg zu fahren, um dort zum einen zu tanken und zum anderen natürlich auch die Stadt anzusehen. Nachdem wir das erste erledigt hatten (nach kurzen Problemen mit dem Routenplaner und der Erkenntnis, dass die angegebene Tankstelle mittlerweile einen anderen Betreiber hat und man nur mit Kreditkarte Erdgas tanken konnte), gingen wir zum zweiten Teil über und erkundeten die Altstadt von Middelburg, die an diesem Tag auch von Touristen bevölkert war.

2014-08-26-12-12-50

Am Mittwoch, so war vereinbart, fahren wir nach Rotterdam, um den Shoppinggelüsten einer Einzelnen nachzukommen. Nach entspannter Fahrt und Besuch einiger einschlägiger Adressen (mit der Erkenntnis, dass das Internet doch nicht alles weiß, da ein Geschäft schon seit Längerem nicht mehr existent war) war es uns doch noch vergönnt, an einen sonnigen Tag auch Teile der Stadt zu besichtigen.

2014-08-27-14-16-26

Rotterdam

2014-08-27-14-21-34

Rotterdam

2014-08-27-14-23-52

Dies ist ein Bus, in dem eine Stadtrundfahrt über Land und Wasser angeboten wird. Diese kostet bei einer Dauer von 60 Minuten pro Person ca. 22,50 €, was uns schlichtweg zu teuer war.

Auf der Rückfahrt sind wir dann wieder den Tücken des Internet erlegen, da wir eigentlich auf der Suchen nach einem Pannekokkenhus waren. Aber das so im Internet angepriesene war eine „normale“ Lokalität, die allerdings auch schon um 19 Uhr schloss und wir so auf eine andere Gaststätte ausweichen mußten.

2014-08-27-18-37-07

Die Steineren Brücke von Goes bei Tag

2014-08-27-21-22-26

und bei Nacht.

Am Donnerstag, so war der Plan, wollten wir das in dem Angebot angepriesene Subtopische Freizeitbad besuchen, das, so dachten wir, zur Ferienanlage gehört. Dies war allerdings eine Fehleinschätzung, da das Bad tatsächlich ca. 12 km von der Ferienanlage entfert lag und auch nicht subtropisch war, zumindest nicht das Wasser, gefühlte Wassertemperatur 18 °. Aber auch dies wurde von allen Beteiligten einigermaßen hingenommen und nach dem Besuch der einschlägigen Supermärkte (zum Einen ein einheimischer, zum Anderen einer einer Kette, die ihren Sitz in Deutschland hat), und einem üppigen, aber nicht gerade preisgünsigem Mahl bereiteten wir uns darauf vor, am nächsten Tag dieses gastliche Land wieder in Richtung Heimat zu verlassen, was wir Tags darauf auch machten.

2014-08-28-18-35-46 2014-08-28-18-43-21

Die Rückreise war zumindest auf der deutschen Seite nicht sehr entspannt, ich lobe mir hier die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Disziplin der holländischen und belgischen Nachbarn), aber wir kamen gut und sicher wieder zuhause an.

Fazit: Die Reise war ihr Geld wert, allerdings auch nicht mehr. Da direkt am Freizeitpark derzeit eine Autobahn gebaut wird, gehe ich davon aus, dass der Betreiber der Ferienanlage deshalb das Angebot bei Groupon eingestellt hatte.

Ein Loblied möchte ich auf unser Auto singen, das die 2000 km innerhalb 5 Tagen gut und mit einem durschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 5,2 kg Erdgas/100 km und einen Durchschnittspreis von 1,10 €/kg mit 5 Personen und Gepäck (also gesamt ca. 115 € Kraftstoffkosten) günstig gemeistert hat.