Urlaub

Kurzurlaub am Gardasee:

Brombachsee

Am Sonntag hatten wir einen Kurzurlaub am Brombachsee – das fränkische Seenland ist ja gut zu erreichen, so haben wir einen „Kurzurlaub“ am See gemacht – bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen.

Fazit: extrem empfehlenswert 🙂

 

Fünf Tage "Heimaturlaub"

Fünf Tage in der alten Heimat, zumindest in der von mir. Mit Ausflügen in die nähere Umgebung. Zum Glück war das Wetter meist annehmbar, sodass der Kurzurlaub sehr schön war.

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Baggerseestimmung – Naherholungsgebiet Donauwörth

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Donauwörth – von der Donaubrücke aus gesehen

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Schloß Leitheim

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Blick über den Weinberg von Schloß Leitheim

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Die Donau

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Briefkasten in Nördlingen an der Alten Schranne

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Geschmückte Bank bei einem Blumenladen in Nördlingen

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Fuggerei – die älteste Sozialsiedlung in Augsburg

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Goldener Saal – Rathaus Augsburg

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Goldener Saal – Rathaus Augsburg

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Goldener Saal – Rathaus Augsburg

Tschechien September 2016

Mal wieder haben wir uns ein Super-Schnäppchen gegönnt. Bei Groupon gab es ein Angebot: 2 Übernachtungen im Schloßhotel bei Cheb (Eger) für 2 Personen All Inclusive mit Begrüßungsgetränk und Wellness-Aufenthalt für 169,00 € statt über 400,00 €. Da schlugen wir natürlich zu und haben per Mail auch einen für uns passenden Termin reserviert, was über die Zentrale in Prag auch so bestätigt wurde.

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Am 13. September machten wir uns dann bei bestem Spätsommerwetter mit unserem Cabrio auf den Weg, laut Routenplaner eine gemächliche Fahrt von knapp zwei Stunden. Am Ziel angekommen, schwante mit schon Fürchterliches. Der Parkplatz komplett leer, die Zufahrt durch Tore verschlossen. Ein Zettel am Haupteingangstor verwies auf eine Telefonnummer, die man anrufen solle, falls man vor dem verschlossenen Tor stehen würde (zumindest interpretierte ich den tschechischen Text so), und so rief ich an.

Eine nette Stimme meldete sich und war durchaus überrascht, dass ich nun vor dem verschlossenen Tor stehen würde, wo doch eigentlich alle, die für diese Tage gebucht hätten, benachrichtigt worden wären, per Mail oder Telefon, dass das Hotel erst morgen (also am Mittwoch) öffnen würde wegen eines Wasserschadens. Es würde alles repariert werden und ab morgen eben würde alles wieder funktionieren, aber heute wäre geschlossen. Wir sollen doch morgen wiederkommen. Auf meine Entgegnung, dass wir vor dem verschlossenen Tor stehen würden und wir nicht benachrichtigt worden wären und wir extra Urlaub genommen hätten, brach die Verbindung ab. Bevor ich jedoch neu wählen konnte, kam mir schon eine Mitarbeiterin des Hotels entgegen, die mit dem Handy telefonierte.

Nach einigem Hin und Her und noch mehr Telefonaten mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentrale wurden wir dann ins Hotel gebeten, wir wurden mit Kaffee und Wasser versorgt und die Rezeptionistin verschwand wieder. Nach einiger Zeit erschien sie wieder und schlug uns vor, dass wir für die heutige Nacht ein Hotel in Karlsbad, Franzensbad oder Cheb nehmen könnten und wir dann morgen, wenn das Hotel wieder bezugsfähig wäre, wiederkommen könnten. Wir einigten uns auf Karlsbad und so machte sie sich wieder auf den Weg, um ein Zimmer dort für uns ausfindig zu machen. Was ihr auch gelang. Sie zeigte uns die Homepage des Hotels im Internet, wir stimmten zu, was sie dem dortigen Hotel dann auch mitteilte. Anschließend mußte sie dann noch auf einen Rückruf warten, diese Zeit nutzte sie, um uns „ihr“ Hotel zu zeigen mit den unterschiedlichen Zimmerkategorien, Wellnessbereich, Schloßschänke und Frühstücksraum.

Der Rückruf kam, sie gab uns das Geld für das Zimmer mit und wir brachen auf in das ca. 30 Minuten entfernte Karlsbad, das wir auf unserem Kurztrip auch besuchen wollten.

Ankunft im Hotel in Karlsbad, Bezug des Zimmers. Hotel Ontario, direkt über den Kolonaden. Ein Drei-Sterne-Hotel-Garni-Haus mit sehr freundlichem Personal und schönen, großen Zimmern.

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Hotel Ontario, Karlsbad

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Hotel Ontario, Karlsbad

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Blick vom Balkon unseres Zimmers

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Hotel Ontario, Karlsbad

Und so machten wir an diesem Nachmittag und Abend Karlsbad unsicher, soweit es ging, denn ab 21 Uhr werden hier die Gehsteige hochgeklappt 🙂

Nach Frühstück und Auschecken durfen wir unser Auto auf den wenigen zum Hotel gehörenden Parkplätzen stehen lassen, um uns noch weiter in Karlsbad umsehen zu können.

Und dann wieder zurück ins Schloßhotel, unserem eigentlichen Ziel dieses Kurztrips. Dort angekommen, war zumindest das Einfahrtstor geöffnet und es standen einige Autos am Hotelparkplatz. Nach der Begrüßung mit einem Glas Prosecco und dem Einchecken wurden wir in die Regeln eingeführt. All Inclusive bedeutet: Abendessen als Buffet von 19.00 bis 22.00 Uhr in der Schloßschänke, hier sind alkoholische Getränke (Bier, Wein) inclusive. Den ganzen Tag gibt es nichtalkoholische Getränke. Frühstück von 8.00 bis 13.00 Uhr, B 11 Uhr als Brunch. Eine Stunde Wellness inclusive. Ich entschied mich, auf Wellness zu verzichten, Susanne buchte noch eine Stunde für den gleichen Tag von 18.00 bis 19.00 Uhr. So bezogen wir das Zimmer.

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Schloßhotel

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Badezimmer, Schloßhotel

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Schloßhotel

Das Bett sehr wuchtig und auf Schein getrimmt, das Bad mit Badewanne, allerdings ließ sich die Tür nicht weit öffnen, da sie zum Einen an einen Schränkchen neben dem Waschbecken aufschlug, wenn man den Widerstand des Bodens überwunden hatte. Hinter dem Vorhang im Vorraum fand man eine Kleiderstande mit bunt durchgewürfelten Kleiderbügeln und einem beigen Spanplattenregal.

Wellness: Ein enttäuschendes Angebot, da von den vier Saunen eine defekt war, was allerdings nur auf Tschechisch an der Tür stand. Die Sprudelbecken waren so eingestellt, dass nur einige Massagedüsen, die allerdings nicht sehr sinnvoll angebracht waren, funktionierten, andere, die am Vortag bei der Führung gingen, waren entweder ausgeschaltet oder defekt. Ein Kneipp-Becken, bei dem der Handlauf zum Festhalten für die Größe eines Zehnjährigen Kindes konzipiert war, aber nicht für die Größe eines durchschnittlichen Mitteleuropäers. Ein Ruheraum, den niemand aufsuchte, da man sich hier Erfrierungseerscheinungen holen konnte und ein Wassereimer als Schwalldusche, der defekt war und so das Wasser ständig lief. Zudem waren wohl einige, die die Zeit von 17.00 bis 18.00 gebucht hatten, noch etwas länger anwesend, was die gesamte Enge des Bereichs noch enger machte. Da die Dusche im Umkleidebereich auch sehr eng war, entschied sich Susanne, auf dem Zimmer zu duschen, was allerdings das nächste Problem nach sich zog. Denn die Badewanne, die so wunderbar im Bad stand, war völlig ungeeignet, um sich da zu duschen. Erstens mußte man Angst haben, dass man hier ausrutschte, zweitens war der Schlauch der Handbrause so kurz, dass man nicht im Stehen duschen konnte.

Abendessen: Wir gingen frohen Mutes gegen 19:45 Uhr in die Schloßschänke, um hier unser Abendessen einzunehmen. Vielleicht haben wir uns das Schloßhotel und die Gäste generell etwas falsch vorgestellt, aber wir dachten, man solle sich kleidungstechnisch dem Ambiente etwas anpassen, allerdings waren wir wohl die Einzigen, die das dachten. So war von Jogginghose und Schlabber-Tshirt bis einigermaßen eleganter Kleidung (durch uns) alles vertreten. Unser zweiter Fehler: wir waren nichtschon um 19.00 Uhr in der Schänke, und so war das Fleisch, das in Buffetform hier angeboten wurde, trocken. Drei Sorten Fleisch im Angebot, dazu Kartoffeln, aufgewärmtes Tiefkühlgemüse, keine Sauce, sondern nur Remoulade. Nicht sehr liebevoll zerkleinertes Gemüse (Salatgurke, Tomaten und Paprika), was vermutlich Salat darstellen sollte. Da der Flur sehr dunkel war, wo das Buffet aufgebaut war, war auch nicht erkennbar, dass die Aprikosenknödel, die neben Roter Grütze präsentiert waren, Aprikosenknödel waren. Es konnten auch normale Knödel sein, hier wurde ich von einem englischsprechenden Mit-Gast darauf hingewiesen, dass diese „sweet“ wären und nicht zu meinem Fleisch passen würden.

Der Wein, der angeboten wurde, kam aus dem Tetra-Pack, das Bier war von einem in Tschechien ansässigen Billigbierhersteller. Es gab wohl auch Urquell, das allerdings hätte man bezahlen müssen.

Die uns über den Weg gelaufene Schloßkatze machte übrigens auch nicht den Eindruck, als würde ihr das dort angebotene Essen schmecken 🙂

Die Betten waren unbequem. Die für einen guten Schlaf nötige Bettschwere bezogen wir aus Getränken, die wir in weiser Voraussicht zuvor in einem Supermarkt erworben hatten.

Am nächsten Morgen ging es wieder ans Kofferpacken, da wir lt. Aushang an der Rezeption bis 10.00 Uhr auschecken mußten. Duschen liesen wir ausfallen (aus den oben angeführten Gründen), allerdings kamen wir doch noch zu einer Fußwaschung, das wohl der Abfluß des Waschbeckens undicht war und so der gesamte Badboden unter Wasser stand.

Das Frühstück, das wir gegen 9.30 Uhr einnahmen, war lieblos angerichtet, auch hier wäre es wohl notwendig gewesen, früher zu kommen, da diverse Bäckereiprodukte nur noch in Fragmenten zu haben waren. Die für das Frühstück zuständige Mitarbeiterin des Hotels verbreitete durch Auf-, Ab- und Umräumen eine solche Unruhe und Hektik, dass man auch nicht Entspannen konnte. Nach uns kam ein Paar, das nachfragte, ob es auch Kakao zu trinken gäbe, was auf Nachfrage der Mitarbeiterin in der Küche (telefonisch, da diese ein Stockwerk tiefer lag) auch bejaht werden konnte. So kam sie einige Zeit später mit einem Krug vermutlich warmer Milch und stellte diesen mit der aufgerissenen Pappschachtel Kakao dem Gast auf den Tisch, der sich daraus nun sein Frühstücksgetränk selbst herstellen konnte.

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Frühstücksraum Schloßhotel

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Hotelflur Schloßhotel

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Außenansicht Schloßhotel

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Noch nicht renovierte Gruftkapette im Schloßgarten

Fazit: Wir werden dieses Hotel nicht noch einmal aufsuchen. Hier läuft alles schief, was nur schief laufen kann. Es ist wohl aufwändig saniert worden, allerdings wohl auch ohne nötigen Sachverstand, da der Wasserschaden wohl von einer defekten Wasserleitung herrührte und dadurch die Wasserversorgung aller Zimmer abgesperrt werden mußte. Das Mobiliar auf Schein getrimmt, der Wellness-Bereich schlecht konzipiert und die gesamten Abläufe nicht durchdacht und zudem schlecht ausgeführt. Angeblich wären alle Gäste, die zu unserem Termin gebucht hatten, verständigt worden, allerdings haben wir dann auch noch erfahren, dass nicht nur wir nicht verständigt wurden, sondern noch mindestens ein anderes Paar, das dann in Franzensbad untergebracht wurde.

Woher der Originalpreis für zwei Nächte mit über 400,00 € kommt, kann ich nicht nachvollziehen. Eigentlich war der Preis von 169,00 € für das Schloßhotel schon fast überteuert.

Übrigens habe ich auch schon eine Bewertung auf Facebook geschrieben:

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Bitte zu beachten, wem diese Bewertung gefallen hat. Also ich hätte als Hotal hier kein „Gefällt mir“ abgegeben 🙂