Langsam kommt der Alltag

Morgen werden es schon zwei Wochen, dass wir nun im „neuen“ Haus wohnen. Die Umzugskartons, die herumstehen, werden weniger, so manchens Vermisstes wird wiedergefunden, weil es einfach an einen falschen Ort gestellt wurde und manches, das so wichtig ist, wird nicht mehr benötigt. So ein Umzug hat auch etwas (Be-)Reinigendes.

Hier noch ein aktuelles Bild vom Haus:

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Ach übrigens: von der Umzugsfirma habe ich bis heute nichts mehr gehört. Die Mail wurde wohl bei der Umzugsfirma gelesen (ein Hoch auf die Technik mit Zustellungsbestätigung und Lesebestätigung), aber keine Reaktion.

Hier die Mail im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider hat bei unserem Umzug am 22.04.2014 von Nürnberg, Schweinauer Straße 65 nach Lauf-Neunhof, Neunhofer Hauptstraße 11 nicht alles so reibungslos geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Es stimmt, auf dem Vertrag steht, dass die Zahlung des Betrags am Umzugstag in bar zu erfolgen hat, allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass dies von mir, und vermutlich nicht nur von mir, überlesen wurde. Es wäre durchaus besser gewesen, wenn diese Vertragspassage farblich etwas hevorgehoben würde. Auch ein Hinweis auf die Zahlungsmodalitäten wäre bei Ihrem persönlichen Besuch hilfreich gewesen, dann hätten wir uns darauf einstellen können.

Desweiteren wäre es hilfreich gewesen, wenn sich am Umzugstag einer Ihrer Mitarbeiter als Ansprechpartner (eventuell der Vorarbeiter?) vorgestellt hätte. Bei uns sind nur mehrere Mitarbeiter zur Türe hereingekommen, hatten kurz ihren Namen gesagt und hatten sich in der Wohnung umgesehen. Wenn nun Ihr Mitarbeiter sich gleich zu erkennen gegeben hätte und mit dem Hinweis auf die Rechnung, die er zu kassieren hätte, zu uns gekommen wäre, wäre es meines Erachtens nicht zu dieser Eskalation gekommen, in der uns sogar gedroht wurde, dass unser Umzugsgut wieder mitgenommen würde, wenn wir nicht bezahlen würden. Mindestens zwei Ihrer Mitarbeiter wußten, dass wir nach Einweisung die Wohnung verlassen würden, da ich noch den Hinweis auf den Wohnungsschlüssel gegeben hatte und dieser mir am neuen Wohnort auch ausgehändigt wurde. Auch wäre es möglich gewesen, mich telefonisch zu erreichen, dies hatte ja auch einer Ihrer Mitarbeiter gemacht, als er die neue Adresse nicht genau vom Auftrag entnehmen konnte.

Dass ein paar Teile trotz des Hinweises „Alles kommt mit, bis auf …“ zurückgeblieben sind, sehe ich gerne nach.

Dass aber Möbel nicht ordnungsgemäß behandelt wurden, kann ich leider nicht nachsehen

Fall 1: Massivholz-Jugendstilschrank:

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Hier war auf der rechten Türe ebenso ein Ring wie links. Hier wies Ihr Mitarbeiter nur meinen Sohn kurz darauf hin, dass man da „mal mit dem Hammer“ das wieder entschärfen könne.

Fall 2: Weiße Regale meiner Tochter

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Diese Möbel wurden von meiner Tochter einige Wochen vor dem Umzug neu gekauft und auch in einem ordnungsgemäßen Zustand Ihren Mitarbeitern überlassen. Leider kann man jetzt nicht mehr von einem ordnungsgemäßen Zustand sprechen.

Fall 3: Die Küche

Möbel zu transportieren und in einen Raum zu stellen, ist eine Möglichkeit, einen Umzug zu erledigen. Möbel aber so in einen Raum zu stellen, dass die dafür vorgesehenen Möbel nicht hineinpassen, ist eine andere, durch Ihre Mitarbeiter praktizierte Möglichkeit:

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Hinter dieser „Möbelwand“ war Platz, viel Platz, der allerdings erst nach einiger Umschlichtarbeit meinerseits wieder begehbar war.

Fall 4: Unser Wohnzimmerteppich

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Unser Wohnzimmerteppich war vor unserem Umzug knapp eine Woche alt und unbefleckt. Nach dem Umzug kann man das Ergebnis auf den Bildern erkennen, Ihren Mitarbeiter darauf angesprochen sagte dieser „Da muß man nur mal drübersaugen“. Dafür, dass das Haus vor dem Umzug kompklett gereinigt war, war nach dem Umzug vor allem bei diesem Teppich nichts mehr zu erkennen. Aber vielleicht liegt das auch an der seltsamen Praxis, Möbel und Kartons nicht über den üblichen Weg über Türe und Treppe zu transportieren, sondern den LKW an das Haus zu fahren und die Möbel und Kartons durch Fenster in erd- und Obergeschoß zu stemmen.

Fall 5: Badezimmer-Spiegelschrank

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Es ist wahr, es ist nicht das wertvollste Stück in unserem Hausrat, aber trotzdem hat auch dieses Möbelstück schon einige Umzüge hinter sich gebracht, ohne große Beschädigungen davonzutragen. Allerdings wurden diesmal die Türen mit billigem Klebeband fixiert, sodass die Beschichtung der Seitenwand mit dem Klebeband abgezogen wurde, als wir die Türen wieder freilegen wollten. Leider wurde hier nicht mit der Strechfolie, von der Ihr Mitarbeiter noch in der Früh gesprochen hatte, gearbeitet.

Fall 6: Die Reinigung Ihres LKWs

Ich finde es ausgesprochen löblich, dass Ihre Mitarbeiter darauf achten, dass Ihre Fahrzeuge in einem sauberen Zustand sind. Dass allerdings der Dreck, der in Ihrem LKW sich angesammelt hatte, auf unseren Gehweg zu fegen war, stößt bei mir auf wenig Verständnis. Auch eine (auf dem Foto links oben) Würth-Verpackung, die von Ihrem LKW auf die Straße gefallen ist/geworfen wurde, wurde ignoriert.

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Als Ihr Mitarbeiter seinen Arbeitsnachweis unterschrieben haben wollte, wies ich ihn auf die soweit mir zu diesem Zeitpunkt bekannten Umzugsmängel hin und verlangte vor Leistung der Unterschrift um Klärung des Sachverhalts. Zuerst meinte er, dass ein Mitarbeiter Fotos vom Zustand der Möbel vor dem Umzug gemacht hätte, allerdings konnte er mir diese nicht vorlegen. Ich weiß nicht, ob es die Fotos überhaupt gibt.

Ohne ein Wort der Verabschiedung ist so der zweite Teil Ihrer Truppe (der erste Teil ist ebenfalls einfach so abgefahren) wutentbrannt abgefahren, ohne einen unterschriebenen Arbeitsnachweis.

Ich bitte Sie nun um eine Stellungnahme und Vorschlag, wie die Sache zu bereinigen wäre. Ich für meinen Teil habe den Vertrag durch Zahlung des Rechnungsbetrags eingehalten, von Ihrer Seite fehlt mir hier noch die Einhaltung.

Übrigens, es ist schön, dass Sie auf Ihrem LKW eine große Menge an Möbeldecken mitführen, es wäre mir allerdings lieber gewesen, wenn diese zum Verpacken meiner Möbel, die teilweise von mir selbst hergestellt wurden (ich bin Schreinermeister), verwendet worden wären.

 

Mit freundlichem Gruß

Thomas Mayer